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Was benötige ich für die Durchführung einer (Basis-)Pedikürebehandlung?

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Susanne |

Immer mehr Menschen möchten sich selbstständig machen. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach guter Fußpflege ist eine Fußpflegepraxis eine häufig gewählte Option. Fußpflege ist ein freier Beruf und kann sowohl in einer Praxis (zu Hause) als auch ambulant (beim Kunden zu Hause) ausgeübt werden. Zudem besteht auch aus dem Bereich der (häuslichen) Pflege und zur zwischenzeitlichen Erhaltung eine Nachfrage nach professionellen Materialien für die Fußpflege.
In diesem Blog erklären wir kurz, was eine Basis-Fußbehandlung beinhaltet und welche Materialien hierfür verwendet werden.

Wenn du als Fußpfleger/in arbeiten möchtest, ist es natürlich von großer Bedeutung, dass du über Fachkenntnisse verfügst und eine Ausbildung absolvierst, damit deine Kunden in guten Händen sind. Verschiedene Anbieter offerieren Kurse oder Fernstudien. Die Ausbildung zum/zur Basisfußpfleger/in variiert je nach Anbieter, ist aber meist innerhalb eines Jahres zu absolvieren.

Zur Vorbereitung der Behandlung ist es wichtig, die richtige persönliche Schutzausrüstung zu verwenden, damit du hygienisch und sicher arbeiten kannst. Denke hierbei an Nitril-Handschuhe, eine Kunststoffschürze, Schutzbrille und einen Mundschutz. Zudem ist es wichtig, in der richtigen Höhe zu arbeiten, damit du nicht gebückt sitzen musst. Ein höhenverstellbarer Behandlungsstuhl ist ideal, aber wenn du diesen nicht zur Verfügung hast, sind ein hoher Esszimmerstuhl und eine Fußstütze (kleiner Tisch) mit einem Kissen darauf oft auch eine Lösung. 

Eine Fußbehandlung besteht aus

  1. Einer Analyse

    der Füße und eventueller Probleme. Auch die Einnahme von Medikamenten (insbesondere Blutverdünner), eventuelle Krankheiten und/oder Allergien sind wichtig, um sie für die richtige Behandlung zu erfassen.
  2. Desinfektion der Füße

    Wenn die Füße sehr verschmutzt sind, werden sie zuerst gereinigt und anschließend mit einer Flüssigkeit auf Alkoholbasis desinfiziert. Meistens wird hierfür Alkohol 70% oder Alkohol 80% verwendet. Bei trockener Haut ist es wünschenswert, ein Desinfektionsmittel mit Rückfetter zu verwenden. Zum Auftragen des Alkohols kann ein Wattepad oder ein Zellstofftupfer benutzt werden. Letzterer hat den Vorteil, dass er nicht fusselt.
  3. Pflege der Nägel

    Das Schneiden, gegebenenfalls Ausdünnen, Polieren und Reinigen der Nagelumgebung. Eine professionelle Nagelzange ist dabei die halbe Miete. Hiermit kannst du im Gegensatz zum Nagelknipser auch verdickte Nägel schneiden, ohne viel Kraft aufwenden zu müssen. Ein/e Fußpfleger/in verwendet zudem verschiedene Fräser, um die Nägel in die richtige Form und Dicke zu bringen und um ein schönes glattes Finish zu erzielen. Um die Nagelumgebung zu reinigen, kann etwas Wasserstoffperoxid 3% aufgetragen werden, das den Schmutz quasi "aufschäumt". Mit einem Excavator kann das lose Material dann leicht aus dem Nagelfalz und unter dem Nagelrand entfernt werden. 
  4. Hornhaut entfernen

    Große Hornhautstellen entfernst du manuell mit einer Skalpellklinge mit Griff (Halter). Es gibt sterile Klingen (einzeln verpackt) und unsterile Klingen (zu 5 Stück verpackt). Für größere Hornhautareale werden oft Klingen Nr. 10 und 20 verwendet. Danach wird die Hornhautstelle mit dem Fußpflegemotor mit einem Fräser nachbearbeitet. Sowohl Diamantfräser, Stahlfräser, Keramikfräser als auch Kombifräser (Hybrid Twister) sind hierfür geeignet. Je gröber der Fräser, desto mehr Material (Hornhaut) wird entfernt. 
  5. Hühneraugen entfernen. 

    Das Entfernen eines Hühnerauges ist Präzisionsarbeit. Gutes Licht, vorzugsweise von einer Lupenleuchte, und eine ruhige Hand sind wichtig. Wenn es sich um ein weiches Hühnerauge handelt, sollte dieses vorzugsweise zuerst mit Petrolether behandelt werden, damit es sich leichter schneiden lässt. Das Hühnerauge entfernst du mit einer Skalpellklinge Nr. 11 oder 15. Danach wird das Hühnerauge maschinell mit einem Kugelkopffräser nachbearbeitet. 
  6. Pflegender Abschluss

    Zum Abschluss der Behandlung ist es schön, die Füße mit einer pflegenden Fußcreme in Kombination mit einer Fußmassage zu behandeln. Oft ist dies für den Kunden der angenehmste Teil der Behandlung. Und es ist auch kein überflüssiger Luxus, die Füße, die zwischendurch oft mit Alkohol desinfiziert werden, wieder gut mit Feuchtigkeit zu versorgen. Du kannst die Nagelhaut zudem noch mit einem Nagelhautöl behandeln, um die Füße wieder in Topform aus der Tür gehen zu lassen! 

 

Dies ist natürlich eine zusammengefasste Version einer Fußbehandlung. Jede Behandlung ist anders, denn alle Füße sind schließlich einzigartig! In einem nächsten Blog werden wir näher auf andere Behandlungen und Materialien eingehen, die du bei diabetischen Füßen, eingewachsenen Nägeln und Fehlstellungen anwenden kannst.